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Schamhaar
Hast du dich schon mal gefragt, wozu diese gekräuselten Härchen im Intimbereich - genannt Schamhaar - denn wohl eigentlich gut sind bzw. welche Funktion sie erfüllen? Damit du beim nächsten Gespräch unter Freunden mit mehr Wissen bezüglich der intimen Frisur auftrumpfen kannst, wollen wir dir diese Frage im Folgenden beantworten! Zuerst einmal definieren wir den Begriff in einem kurzen Satz, so dass sich dein Allgemeinbildungszentrum im Gedächtnis das Ganze auch gut merken kann: Unter dem Schamhaar versteht man genau die Behaarung, die sowohl an männlichen als auch an weiblichen Geschlechtsorganen und natürlich im gesamten Bereich dieser Regionen zu finden ist: Die äußeren Schamlippen und der Venushügel des weiblichen und der Hodensack und die Peniswurzel des männlichen Geschlechts werden für gewöhnlich früher oder später von Haaren bedeckt sein. Der Haarwuchs beginnt während der Pubertät und zeigt so indirekt, dass der oder die von Schamhaaren Befallene nun zeugungsfähig ist. Ähnlich wie die Achselhaare oder die männlichen Barthaare, die ja ebenfalls in der Pubertät zu sprießen beginnen, ist auch die Intimbehaarung ein so genanntes sekundäres Geschlechtsmerkmal, das natürlich auch durchaus Reaktionen beim anderen Geschlecht hervorruft... Aber von diesen amourösen Reaktionen mal abgesehen: Wieso trägt der Mensch denn nun einen Teil seiner Körperbehaarung auch an den Geschlechtsorganen? Es ist wie mit den Augenbrauen, die das Auge ja vor Schmutz, Fremdkörpern und auch Krankheitserregern schützen sollen. Schamhaare übernehmen so ziemlich die gleiche Aufgabe, dienen der Scheide oder dem Penis gleichzeitig auch noch als Schutz vor starker Kälte oder Hitze. Die biologische Evolutionsgeschichte geht sogar noch etwas weiter und sieht die wichtigste Aufgabe der intimen Frisur seit Anbeginn der menschlichen Rasse darin, Lockstoffe - die so genannten Pheromone - an andere Paarungswillige versenden zu können, um die Fortpflanzung zu gewährleisten. Durch Verdunstung an den feinen Härchen entsteht der geschlechtsspezifische Körpergeruch, der Paarungsbereitschaft verströmt und auch heutzutage noch immer als Antörner gilt - wenn auch nicht mehr aus den gleichen Gründen wie zu Zeiten der Urmenschen. Tatsächlich aber legen gerade ältere Kulturen auch heute noch viel Augenmerk auf den Schambereich und die dort ansässige Haarpracht, denn diese steht nach wie vor als Symbol für Fruchtbarkeit und Weiblichkeit.
Die Beschaffenheit der Intimbehaarung fällt genau wie das Haupthaar auch ganz individuell aus: Europäer weisen zumeist gelocktes oder auch gekräuseltes Schamhaar auf, Afrikaner sogar stark gekräuseltes und Asiaten dagegen eher glattes, am Körper eng anliegendes. Man kann also fast sagen, dass man Rückschlüsse auf die intime Behaarung ziehen kann, sobald man die Kopfhaare betrachtet. Immerhin kann man auch die Farbe erahnen, wenn man weiß, welche Farbe das Haupthaar denn hat: Fast immer sind die Schamhaare kräftiger und dunkler als die Kopfhaare,
nur bei Rothaarigen, extrem Blonden und Schwarzhaarigen fällt es gleichfarbig aus. Eines sei aber mit auf den Weg gegeben: Hat man einen Glatzkopf vor sich stehen, sollte man hier nicht unbedingt davon ausgehen, dass bei diesem auch untenrum alles glatt läuft!
Alles, was den menschlichen Körper betrifft, unterzieht sich mindestens einmal im Leben einer Unterwerfung modischer Trends - und so ist es natürlich bei der intimen Frisur nicht anders. Während in den 1960er- und 1970er-Jahren zu Zeiten der sexuellen Revolution der Flower-Power-Generation die ausgeprägte Schambehaarung besonders in der damaligen Pornografie aufgegriffen und gelebt und geliebt wurde, hat sich diesbezüglich bis heute ein Wandel durch die Gesellschaft gezogen: Eine Studie zum Thema Intimrasur hat ergeben, dass mehr als 2/3 der Befragten Schamhaare als unhygienisch betrachten und diese auf verschiedene Arten entfernen. Mehr zu diesem Thema findest du bei den verschiedenen Methoden der Intimrasur! |
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