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Schamhaare adieu. Warum?
Männer wie Frauen schenken ihrem Haupthaar volle Aufmerksamkeit, gehen zum Friseur und verwenden spezielle Shampoos und Pflegeprodukte, damit die Haarpracht so ansehnlich wie möglich ist.
Die Achselbehaarung wird ab rasiert oder gestutzt, der Brusthäarchen entledigt Mann sich, da ist es kein Wunder, dass der Intimbereich ebenfalls kahl werden soll. Der
Busch“ oder Bär“ hat ausgedient.
Ein Grund für die steigende Beliebtheit der Intimrasur ist, dass sich viele, sowohl Männer als auch Frauen, einfach an der Existenz ihrer Schambehaarung stören. Das wild wuchernde Haar wird als unästhetisch empfunden, wenn es im Sommer aus dem Bikinihöschen rankt oder sich bei sexy Dessous abzeichnet. Auch durch andere hautenge Kleidung, wie beispielsweise Gymnastikanzüge, verirrt sich gerne mal ein Haar.
Hinzu kommt der Aspekt der Hygiene. In dem langen. krausen Schamhaar sammelt sich Schweiß, es ist ein Eldorado für Bakterien und sogar für Filzläuse. Dies alles wussten auch schon die Menschen im Morgenland.
Früher galt im Islam jede Frau mit unrasierten Geschlechtsteilen als rituell unrein. Doch die Enthaarung auf der schwitzenden Haut förderte nicht nur die Hygiene und die weibliche Schönheit, sondern auch das Vergnügen beim Geschlechtsverkehr. Der orientalische Mann schätzte es, wenn die Schamlippen und die Grotte der Lust glatt und offen lagen und für jede Berührung frei zugänglich waren.
Der unter den Mohammedanern hochgelobte König Salomon (Suleiman) war ein großer Anhänger der blanken Scham. Der Sage nach soll er sich sogar geweigert haben, mit der begehrten Königin von Saba zu schlafen, bevor sie sich nicht ihrer knie langen, seidigen Schamhaare entledigt hatte. Sie weigerte sich jedoch, denn sie war besonders stolz auf diese Haarpracht.
Da griff Salomon resolut zum Krummsäbel und hieb ihr das Schamhaar mit einem einzigen Streich glatt ab. Zuerst murrte die Königin, doch als sie bald darauf Salomons berühmte Liebeskünste am eigenen, nun völlig nackten Leib erlebte, verwandelte sich ihr Protest in Verzückung.
Aus der Mode des Enthaarens wurde im Osten bald eine Gewohnheit, dann ein Ritual und schließlich ein Gebot. Die Europäer, die sich hier niedergelassen hatten, taten es den Eingeborenen schnell nach, besonders in den Kolonien Britisch-Indiens. Als Lady Sterson, die Gattin eines englischen Kron-Gouverneurs, nach London zurückkehrte, führte sie die Mode der blanken Muschi auch in Großbritannien ein und fand begeisterte Anhängerinnen unter den leichtlebigen höheren Töchtern des Landes. Das alles fand inmitten der prüden viktorianischen Epoche am Ende des letzten Jahrhunderts statt.
Der Wunsch nach einem höheren Lustgewinn ist wohl der häufigste Anlass zur Enthaarung. Zu langes, dichtes Schamhaar der Frau kann dem männlichen Glied beim Eindringen in die Scheide durchaus einigen Widerstand entgegensetzen. Es kann störend wirken. Noch störender kann es sich bei manuellen Stimulationen auswirken – z.B. beim Streicheln.
Regelrecht lästig kann zu üppiges Schamhaar sich beim Cunnilingus auswirken. Kitzler und Schamlippen werden verdeckt, und der Mann muss beim oralen Verwöhnen immer wieder die widerborstigen Haare von seiner Zunge und seinen Lippen fernhalten.
Auch die Frau wünscht sich aus ähnlichen Gründen ihren Partner manchmal
ganz nackt und bloß“.Sie veranlasst ihren Mann, sich die Schamhaare zu entfernen, und er spürt beim intimen Zusammensein eine Erregung wie seit langem nicht.
Frauen und Männer, die sich die Schamhaare ganz oder teilweise entfernt haben, berichten, dass der Beischlaf, inklusive Vorspiel, Streicheln, Fellatio und Cunnilingus,
viel aufwühlender“ ist als vorher. Die Lustempfindlichkeit sowohl am weiblichen wie am männlichen Geschlechtsteil soll
viel größer“ sein als mit Schambehaarung. |
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